4.3. Anspannungen und Unterdrückungen

Einige Arten von Anspannungen werden durch Beobachtung beim Singen identifiziert: die Anspannungen des Oberkörpers, des Halses, der Hände, des Unterkiefer. Andere können in der Stimme gehört werden: die Zungenanspannungen und die Anspannungen im oropharyngealen Muskelkanal. Die Muskelanspannungen können durch korrekte Position des Oberkörpers entfern werden. Stehen Sie aufrecht, halten Sie Ihren Kopf, so dass der Hals und die Wirbelsäule eine gerade Linie bilden (nicht den Kopf zurückwerfen und nicht stark nach vorne zu neigen), verbiegen Sie leicht die Taille, breiten Sie Ihre Schultern aus, erhöhen Sie leicht die Brust, Arme müssen locker dem Körper entlang hängen. Außerdem ist es nützlich, beim Singen hin- und zurückzugehen, kleine Verbeugungen zu machen, den Hals umdrehen. Diese leichten Bewegungen von kleiner Amplitude helfen, die Körperanspannungen zu entfernen, und wenn die Position richtig ist, wird das die Stimmbildung nicht beeinflussen.

Die Unterkiefer- und Zungenanspannungen wirken auf die Stimmsteuerung. In diesem Fall ist der Ton angespannt, zurückgeworfen, die Aufwärtsbewegung ist mit der "Lieferung" des Luftstroms unter die Stimmlippen. Dieses Problem kann sowohl mit mündlicher Erklärung der Arbeitsprinzipien der Stimmorgane vom Lehrer, als auch durch Gesangsübungen mit wechselnden Vokalen A und I.

Die Anspannung (in anderen Worten, der "Kehlton") entsteht wegen der Fehlfunktion vom Glottis, dessen Verschließung zu viel Zeit nimmt. In diesem Fall übergehen Sie zum aspiratorischen Angriff und beginnen einen schrittweisen Übergang zum weichen Angriff. Für die Entlastung angespannter Muskeln und die Beherrschung der Luftunterstützungstechniken, muss man das Singen auf "U" und "O" üben. Bei Männern ist oft das Falzettsingen eine der Ursachen solcher Anspannung, weil bei diesem Gesang die Bänder sich nicht vollständig schließen und zwischen ihnen ein Schlitz entsteht.

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