2.2. Sängerstimme: Intonation

Singen als ein akustisches Phänomen.

Akustisch gesehen ist Schall eine als Welle fortschreitende mechanische Deformation in einem Medium. Der Stimmenschall ist die Schwingung der Luftteilchen, die als Wellen der Verdichtung und Verdünnung propagieren. Das ist wie konzentrische Wellen auf dem Wasser von einem gefallenen Stein.

Wenn jemand spricht oder singt, geht seine Stimme nicht nur durch die Atemwege nach Außen, sondern erstreckt sich auf die inneren Weichteile des Körpers, was bei dem Sänger das Gefühl von Schwingungen in verschiedenen Körperteilen, vor allem in der Brust und im Kopf hervorruft.

Die Schallwellen der Sängerstimme werden im Kehlkopf als Ergebnis der Stimmlippenschwingung erzeugt und in konzentrischen Kreisen rund um die Gewebe des Kehlkopfs verteilt. Sie gehen nur zum Teil nach Außen durch den Mund. Bis zu den Ohren kommt nur 1/50 von ihnen.

Die Atemwege des Stimmapparats sind mit weicher Schleimhaut bedeckt. Der Sänger muss sie bei Phonation härter machen, um den Schall der Stimme zu verstärken. Dafür werden bei der Stimmeneinstellung folgende Techniken benutzt:

Die Offenlegung der Nasenflügel (als ob riechen angenehmer Gerüche);

Das Gefühl des weichen Gaumens als eine Kuppel am Gähnen;

Senkung des Zungenbeins vertikal nach unten, zusammen mit dem Kehlkopf, wie beim übertriebenen Vokal U;

Horizontale Offenlegung Kehle wie bei der Aussprache des Vokals U;

Eine tiefe, aber mittelvolle Einatmung beim Gähnen mithilfe des Zwerchfells, der Bauchmuskeln, des Rücken usw.

Alle diesen Bewegungen trAinieren die Dehnung der Schleimhautweichteile der Atemwege im Stimmbildungsapparat, um sie widerstandsfähig zu machen und die Schallenergie der Stimme zu verbessern.

Die Hauptsache ist, dass der Sänger sich in seinem Kopf die Position des Artikulationsapparats merken könnte. Er muss sie auch beim Singen behalten versuchen, darin liegt die Essenz der Stimmeneinstellung.

Von besonderer Bedeutung ist in diesem Prozess die Stabilisierung des Kehlkopfes beim Singen. Unabhängig von der vokalen Aufgabe (wie Vokalintonierung oder Änderung der Tonhöhe) muss der Hals beim Singen nicht verschoben werden. Das kann man mit der Erhaltung des Einatmens am Zwerchfell und einer optimalen Aktivität der Körpermuskeln durch eine bestimmte Gesangsposition erzielen.

Die Aktivität des Stimmbildungssystems hängt vom Muskeltonus des Körpers. Dies zeigt die physiologische Regel: es gibt eine intramusculare Koordinierung im Gesamtsystem des menschlichen Körpers. Deshalb singen Sie mit großem Komfort im Stehen als im Sitzen, in entspannter Position. Dies erklärt auch die Notwendigkeit für die Einhaltung spezieller Position beim Singen, die die Muskelaktivität des gesamten Körpers beim Singen zu bewahren hilft.

Die Verbesserung der Effizienz der Sängerstimmenergie hängt im Wesentlichen von der Arbeit des Resonatorsystems ab. Resonierung der Stimme ist ein wesentliches Element der Tonqualität. Allerdings können während die Resonatoren bei der Phonation in der Stimmbildung zu wenig oder überhaupt nicht beteiligt sein. Eine vollständige Resonierung hängt auch von der Muskelaktivität des Stimmapparats und insbesondere von der Elastizität der Wände im Vokaltrakt und in der Luftröhre.

Der Sänger muss sich das "Resonanzgefühl" merken. Dafür gibt es in der Gesangspraxis spezielle Techniken:

Man kann mit geschlossenem Mund in einer bestimmten Position des Gelenks singen (Zähne ausgerückt, die konstante Gefühl eines Gähnens);

Die Lippen, ins Röhrchen gesammelt, leicht geschlossen, aber deutlich nach vorne geschoben;

Singen in geneigter Position.

Die Tonhöhe.

Die Tonhöhe ist eine subjektive Wahrnehmung der bedingten Frequenz von oszillierenden Bewegungen in der Schallquelle. Je öfter die Oszillationen erfolgen, desto höher scheint uns der Ton.

Die erhöhte Frequenz der Oszillationen in der Schallquelle ist mit dem Grad der aktiven Stimmmuskelspannung verbunden.

Die Spannung der Stimmlippen ist kein Hinweis auf Anspannung - das sind verschiede Zustände. Wenn man richtig singt, wird die Spannung in den Stimmlippen, die der Sänger nicht empfinden muss, durch das Zusammenarbeit verschiedener Kehlkopfmuskeln, die versuchen, den subglottalen Luftdruck aus der Lunge zu kompensieren. Die Spannung, die zur Anspannung der Stimmlippen führt, wird durch die Verwendung von Muskeln erstellt, die außerhalb des Kehlkopfes liegen, in einem Versuch, sie einzukesseln, damit man die Höhe und Intensität steuern kann.

Mit einer falschen Körperhaltung beim Singen, Müdigkeit oder in einer schlechten Stimmung kann sich die menschliche Muskulatur spontan entspannen als eine Schutzreaktion. Das Ergebnis ist ein Verlust der Intonationsreinheit.

Die Intonationsqualität hängt vom Zustand der Körpermuskeln des Singenden. Muskelaktivität bei der korrekten Installation des Singens verbunden. Eine bedeutende Rolle spielen dabei positive Emotionen, von denen der Muskeltonus des Körpers und des Stimmapparats des Sängers abhängt.

Unter den Schallen, die uns umgeben, können wir die Tone von bestimmter Höhe erkennen, sowie auch den Lärm, der in Höhe unbestimmt ist. Alle musikalischen Schalle sind Töne, weil sie eine deutlich verständliche Note haben. Tonale Geräusche werden dann erhalten, wenn die Quelle von Vibrationen wiederholende Bewegung mit einer bestimmten Frequenz erzeugt.

Lärm besteht von nicht-periodischen Schwingungen, darum haben sie keine gewisse Höhe.

Im menschlichen Vokaltrakt erscheinen in der Sprache und im Gesang sowohl Töne als auch Lärm. Alle Vokale sind in der Natur tonal, die stimmlosen Konsonanten bestehen aus Lärm. Das stimmt: wenn Sie sich den Ton von Konsonanten wie S, P, TSKH, SKH anhören, können Sie leicht feststellen, dass sie aus Lärm bestehen.

Larynx ist eine Stelle im Stimmapparat, wo die Qualität der Tonhöhe geboren wird. Menschliche Stimmlippen sind die Quelle des Schalls, die Stimmenhöhe wird durch die Frequenz ihrer Schließung bestimmt. Es gibt keine andere Mechanismen, die die Tonhöhe verändern könnten, nachdem sie im Kehlkopf geboren wurde.

Besonderheiten der Wahrnehmung von Tonhöhe nach Gehör.

Unser Ohr hat seine Wahrnehmungsbesonderheiten, wenn es um die Tonhöhe geht. Eine von ihnen ist die Tatsache, dass es nicht alle Frequenzen hören und unterscheiden kann. Hören ist im Frequenzbereich von 16 bis 20.000 Hz begrenzt. Die Frequenzen, die außerhalb dieses Bereiches liegen, heißen Infrarot-und Ultraschall, das menschliche Ohr kann diese Frequenzen nicht wahrnehmen. Allerdings ist die Grenze unserer Wahrnehmung weit über der von menschlichen Stimmlagen: die niedrigen Basstöne, wie D2-Dur sind von 60-70 Hz, und die hohen Töne vom Sopran - D6 ist von 1200-1300 Hz.

Die Menschen haben unterschiedliches Gehör wahrnehmen unterschiedlich die Genauigkeit der Intonation, d.h. sie wahrnehmen die Tonhöhe mit Unterschieden. Das hängt von der Qualität des musikalischen und Tonhöhengehör, die, ihrer Natur nach, absolut oder relativ sein können.

Menschen mit absolutem Gehör sehr ein sehr schnelles Tongedächtnis, das auf Tonerregung von einer bestimmten Höhe reagiert, die Note ist nach dieser Höhe genannt. Die Noten können auch von Menschen mit relativem Gehör identifiziert werden, aber sie hören sie, wie Stufen im Bund. Aber sowohl die einen, als auch die anderen haben eine weitere Besonderheit des Gehörs: Das zonale Charakter der Höhewahrnehmung. Somit ist die absolute Tonhöhe nicht wirklich absolut, sondern hat auch eine zonale Natur.

Unsere Ohren halten die Töne mit tatsächlich unterschiedlichen Frequenzen innerhalb eines Frequenzbandes oder einer Zone für gleich. Die Breite des Bandes (des Frequenzbands) hat für jeden Menschen verschiedene Parameter. Das ist verständlich: je schmaler es ist, desto feiner ist die Tonhöhe das menschlichen Ohres. Hochqualifizierte Musiker haben die Frequenzbreite dieser Zone gegen 1/8 Ton, oder 25 Kent. Jeder Musiker hat seine Schwelle für Diskriminierung von Tonhöhe, die mit Praxis kann verbessert werden kann.

<