Pekerskaja E.M. Alles über Gesang: von A bis Z

Sie sollten sich immer an die Worte des großen Sänger und Lehrer F.Lamperti erinnern, der meinte, dass ein Sänger zuerst "mit seinem Kopf lernen muss und nicht mit seiner Stimme, denn es ist sehr leicht, sie zu Beschädigen, aber man kann sie dann mit nirgend welchen Mitteln wiedergutmachen." Ein guter Kopf ist der Weg zum Erfolg, er ist ebenso wichtig wie eine gute Stimme. Der Gesang stützt sich auf das Atem. Es wird angenommen, dass ein guter Gesang eine meisterhafte Beherrschung vom "Ausatmen", aber um meisterhaft "auszuatmen", muss der Studierende zuerst lernen, richtig "einzuatmen".

Stellen Sie sich vor, dass eine brennende Kerze vor Ihnen steht, und Sie Müssen sie anblasen, auslöschen. Was werden Sie tun? Ohne lang zu denken, wird man ruhig Luft holen und Flamme anblasen. Richtig. Nun wiederholen Sie das wieder und bemerken Sie ihr Handeln. Die Luft füllt die Brust (Lunge) und wird dann in Form eines gezielten Strom nach außen gesendet. Ein ähnlicher Prozess geschieht, muss am Anfang des Sprechens oder der Singens geschehen, das heißt, mit jeder neuen Phrase. Erst kommt ein Atemzug, dann ein mächtiges und gezieltes Ausatmen.

Bereits wurde gesagt, dass die Rippen den Brustkorb bilden, der das Herz und die Lunge enthält. Wenn die Lunge mit Luft (Atem) gefüllt sind, werden sie grösser und rücken die Rippen auseinander - das ist die phrenikokostale Atmung. Der bekannte Gesangslehrer I.P. Pryanichnikov rät zu "lernen, richtig einzuatmen." Beginnen wir diese Studie mit Hilfe von einigen einfachen Atemübungen, die das Atmungssystem stärken und entwickeln werden.

1. Legen Sie die Handflächen über die Rippen (an den Seiten, die Finger auf die Mitte der Brust) und inhalieren Sie tief (bis zum Nabel). Heben Sie nicht die Schultern. Ihre Hände werden fühlen, wie die Rippen auseinandergehen, unter dem Druck der in die Brust (in die Lunge) kommenden Luft. Dies bedeutet, dass Sie eine anständige Menge an Luft zu sich genommen haben. Entlasten Sie Ihren Atem, atmen Sie aus. Hände sollen fühlen, wie die Rippen abfallen.

2. Zuerst lassen Sie die Zunge um die Wurzeln der oberen Frontzähne gehen. Ab der Rückseite der Zähne beginnt der Hartgaumen. Spüren Sie diesen Bereich: die Wurzeln der vorderen Schneidezähne, den Hartgaumen. Und nun mit dem Einatmen (kontrollieren Sie das mit den Handflächen über den Lippen) spüren Sie die Menge der eingehenden Luft, und während Sie ausatmen, zahlen Sie mit lauter und deutlicher Stimme (1, 2, 3, 4, ..,). In dieser Zeit versuchen Sie, den Bereich neben den Schneidezähnen zu spüren, die Sie mit Zunge berührt haben. In diesen Bereich lenken Sie unsere ausatmende Luft, dort klingt unser Wort. Setzen Sie dabei Ihr Vorstellungsvermögen ein. Stellen Sie sich vor, dass der Hartgaumen sehr "hoch" ist, in Form einer Kuppel wie ein Regenschirm oder ein Fallschirm. Ein solches Sprechen mit der Unterstützung des kontrollierten Ausatmens (und Einatmens) gilt als ein ausgebildetes Sprechen. Notieren Sie, dass je mehr die Luft verbraucht wird, desto sanfter, ohne Anstoße, fallen die Rippen ab, das ist die Luft, die aus den Lungen geht, die wird für die Aussprache von Lauten, Wörtern verbraucht.

Der berühmte Gesangslehrer M. Garcia meinte, dass die Brust keinen anderen Zweck hat als die Stimme mit Atem zu füttern, ohne sie herauszustoßen oder zu verdrängen.

Ich bitte Sie, um die Atmung während des Trainings zu kontrollieren, und dann beim Gesang, halten Sie Ihre Handflächen auf den unteren Rippen. Bitte beachten Sie, dass die unteren Rippen bei der richtigen Inhalation nicht nur von den Seiten, sondern auch in den Rücken auseinandergehen. Diese Rippenausbreitung zeigt eine vollständige Kostalatmung.

3. Sehr tief, hart und schnell atmen Sie durch die Nase (in die unteren Rippen) ein. Vergewissern Sie sich, dass Ihre Schulter dabei nicht bewegen. Atmen Sie scharf und aktiv durch den Mund aus. Warum ist diese Übung nützlich? Sie aktiviert sehr stark das Atemsystem, denn Sie atmen sehr aktiv und bewusst. Der Gesangslehrer Aukanin empfiehlt sie, um den richtigen Zustand des Kehlkopfes und der Zunge zu erzielen. Dies ist eine gute Bändermassage von der aktiven Luftstrahl. Wenn Sie zum Unterricht gehen, können Sie das sogar mehrmals tun, dann sind Sie im Unterricht völlig "bereit", denn diese Übung nicht nur das Atmungssystem aktiviert, sondern auch die Aufmerksamkeit auf dem Stimmgebungsapparat konzentriert.

4. Nehmen Sie (durch den Mund) aktiv Atem, und indem Sie ausatmen, sprechen Sie die Silbe DA-DA-DA... aus. Während des Sprechens sollen Sie das "Gefühl" von den Wurzeln der Vorderzähne, die "Lücke" zwischen den beiden vorderen Zähnen, durch die "den Faden des Anlauts" kommt. Die Zunge schlägt staccato den Hartgaumen in der Nähe von den Wurzeln der oberen Schneidezähne. Der Unterkiefer ist locker, "fällt" aber nicht. Setzen Sie Ihre Phantasie ein: Ihr Hartgaumen, in den die Zunge einhaut, ist sehr hoch, wie die Kuppel des Tempels, so dass der "A" Anlaut (in der Silbe "DA") als räumlich vorkommt, schön wie die Stimme eines Sprechenden in der Kirche. Sie sollen die Atmung stabil halten, ohne Stöße.

5. Legen Sie sich bequem auf dem Rücken, eine Hand auf die Rippen, die andere auf den Bauch. Nehmen Sie einen tiefen Atemzug. Ihre Hände werden fühlen, wie sich die Rippen ausbreiten (die Luft füllt die Lunge), der Magen drängt nach vorne (die Lunge stießen das Zwerchfell und es drückt den Bauch). Beim Ausatmen zählen Sie: 1,2,3,4 ... Das Zahlen ist locker, langsam, mit langgezogenen Vokalen. Es ist nicht nötige, die ganze Luft nach Außen zu verdrängen. Zählen Sie fließend und rhythmisch. Der Anlaut soll rund und schön vorkommen. In dieser Übung ist die Atmung das Wichtigste: eine volle Einatmung und eine fließende Ausatmung. Dieselbe Gefühle wie in Übung 4.

6. Machen wir die Übung ein bisschen komplizierter. Alles wie in letzter Übung. Waagrechte Rückenlage, Kontrolle der Ein-und Ausatmung, Zählen mit einem runden und langen Anlaut. Diesmal benutzen Sie zweiwertige Zahlen: 21, 22, 23 ... Die Hauptsache ist nicht die Zahldauer, sondern die Qualität der Einatmung und der fließende Charakter der Ausatmung.

7. Nehmen Sie einen tiefen Atemzug durch den Mund, dann atmen Sie sehr aktiv durch die Nase aus, mit einem Stöhnen, damit die Brust drastisch und schnell "abfällt". Dieses "Stöhnen" können Sie mit dem Seufzer eines großen Tieres (wie Kuh oder Pferd) im Stall vergleichen. Kein Gebrüll, sondern ein "Seufzer-Stöhnen". Oder stellen Sie sich vor, dass die Brust ein Faβ ist, wo Ihr Stöhnen widerhallt. Lenken Sie das "Stöhnen" in die oberen Zähne, die Rippen sollen Vibration spüren, das Laryngen kommt groß und frei vor. Wozu solch ein Vergleich zu der Kuh? Denn sie hat große Hüfte, ein mächtiges Atem. Von der Natur, von den Tieren müssen wir lernen, die fast verlorenen Freiheit und Natürlichkeit zu finden. In dieser Übung sollen Sie eine bequeme Stimmlage wählen, irgendwo im tiefen Register.

8. Atmen Sie tief durch den Mund ein. Mit der Ausatmung blöken Sie den Ton "M" in der passenden Stimmlage. Schließen Sie die Lippen, pressen Sie sie bitte nicht aufeinander. Die Hände verfolgen den Atem. Der Anlaut hallt in der Brust, in den Kopf wider, Sie mit seiner Menge "füllen". Das Laryngen bleibt breit, verbindet zwei Resonatoren: den Kopf und die Brust, der Ton ist gedehnt. Dann ersetzen Sie den Anlaut von "M" auf "N", "W", "S". Anforderungen und Bedingungen sind gleich wie mit "M".

9. Alles wie in der Übung 8, nur fügen Sie einen Vokal hinzu: "MAA ...", "... WAA." Achten Sie darauf, dass sich die Form des Anlauts nicht verändert, dass die Atmung nicht zerrissen wird.

10. Machen Sie die Übung ein bisschen komplizierter. Alles wie in der Übung 9. Sprechen Sie zwei Silben aus, den Vokal der zweiten Silbe dehnend, hören Sie: "MA-MA". Die ganze Zeit überprüfen Sie Ihre Gefühle und den Atem. Hören Sie auf Ihren vollständig klingenden Anlaut, der den Kaum Ihres Körpers "füllt", vom Hartgaumen (Kopf) bis zu den unteren Rippen, indem er durch die breite, offene Kehle geht. (Wie man durch den Hals eines Kruges Wasser gießt). Die Stimmlage soll komfortabel sein. Sprechen Sie die Silben langsam und machen zwischen den Silben keine Pausen. Atmen Sie nur dann ein, als Sie am Ende Ihres Atems sind. Machen Sie so, dass mit der Änderung des Vokals oder der Silbe die Farbe, ihre Größe und Stärke sich nicht verändern.

MA-MA NA-NA WA-WA SA-SA

MA-MO NA-NO WA-WO SA-SO

MA-MI NA-NU WA-WU SA-SU

MA-MU NA-NI WA-WI SA-SI

MA-ME NA-NE WA-WE SA-SE

Diese Übung entwickelt die Ausdauer der Atem, sie zeigt uns die Anstrengung, die man haben muss, damit verschiedene Anlaute einig und eben klingen. Diese Übung hilft, die oberen und die unteren Stützzonen des Anlautes, seine "Decke", seine Kuppel - den Kopf fühlen, sein Fundament finden - die Brust, das Zwerchfell.

11. Blasen Sie eine imaginäre Kerze an.

Legen Sie die Handflächen auf die Rippen. Atmen Sie ein und starten Sie, die Kerze anzublasen. Beachten Sie, wie wunderbar die Natur alle Bewegungen bestimmt: die Luft aus den Lungen kommt langsam und gleichmäßig aus, die Rippen fallen nicht sofort, sondern allmählich, im Zuge des Anblasens. Beim Gesang muss man genauso natürlich sein, wenn die genommene Luft auf den ganzen Satz verteilt wird, nicht mit den ersten Tönen ausgeatmet.

Diese Übung gibt eine sehr gute Idee von dem, was in den Atemwegen beim Singen geschieht, von der Koordination aller Prozesse. Machen Sie sie öfter, beeilen Sie sich nicht, seien Sie sorgfältig, um keine Anspannung auszulösen. Manchmal kann sie selbst beim Singen singen gemacht werden, um Ihre Gefühle zu validieren.

Ein weiterer wichtiger Punkt. Wenn Sie anfangen, "die Kerze anzublasen", achten Sie darauf, dass zwischen Ein-und Ausatmung (das Blasen selbst) die zweite Verzögerung gibt - die Umstimmung vom Ein- zum Ausatmen. Verzögerung ist das, keine Unterbrechung und keine Anspannung. Diese winzige Pause ist sehr wichtig. Die Hauptsache ist, dass sie genauso klein und natürlich bleibt, genauso schnell zwischen Ein- und Ausatmung umschaltet.

Nun achten Sie auf Ihre Lippen. Schauen Sie in den Spiegel. Sie blasen die Kerze, die Lippen sind gerade genug intensiviert (besonders die obere Lippe), um den Luftstrom kommen zu lassen und ihn zu lenken und die Handlung vollzuziehen: die Kerze anzublasen. Sie sollen kein grimassierendes Gesicht haben, die Lippen sind aktiv, aber nicht angespannt. Die Hauptsache ist natürlich und harmonisch zu bleiben, keine unnötigen Anspannungen und Anstrengungen. Ein Spiegel kann dabei sehr gut helfen. Es ist besonders wichtig, dieses natürliche Koordination von so vielen kleinen Prozessen beim Singen nicht zu verlieren, sondern alles auf die Ebene des Bewusstseins, als eine bewusste und gesteuerte Aktion, zu bringen.

Um Perfektion und Freiheit bei der Atmung zu erreichen, kehren Sie oft auf diese einfache Übung zurück. Man sagt, dass "die Kunst des Singens sei die Kunst der Ausatmung, wir müssen sie schrittweise üben.

Alle diese einfachen Übungen entwickeln die Brust-(Kostalatmung), sie stellen bei uns ein Bild der singenden Position und der Resonatoren zusammen. Kompetenzen, die wir von diesen Übungen bekommen, werden dann mit einfachen Übungen und Stimmübungen eingeprägt, oder eher in die Stimmübungen übertragen.

Wenn Sie in den Empfindungen Stabilität bei Kostalatmung erreichen, kann man nur dann die Zwerchfellatmung besprechen und zu seiner Praxis zu übergehen. Hier beeilen Sie sich nicht, da eine vorzeitige Verlagerung der Aufmerksamkeit auf das Zwerchfell nur zur Anspannung führen wird, sie wird den Einsteiger zwingen, die Bauchmuskel zerren, seinen Körper pressen... So was wird den Aernprozess nicht beschleunigen, außerdem ist es nicht leicht, von den Anspannungen loszuwerden.

Ja, das Zwerchfell ist der größte Muskel in unserem Körper, und sie ist in unserem komplexen Körpersystem von außerordentlicher Bedeutung. Beispielsweise nennen es die Ärzte oft den venösen Herz, so viel es an der Blutzirkulation beteiligt ist: es trennt den Brustkorb und die Bauchhöhle, schützt dabei das Herz und die Lunge vor zufälliger Beschädigung, zum Beispiel, wenn eine Person auf dem Kopf steht.

Bereits wurde gesagt, dass wenn die Luft in die Lunge kommt, bewegt die Brust auseinander, die Rippen breiten den Brustkorb nach links und nach rechts und das Zwerchfell - von unten. Die Kuppel des Zwerchfells kontrahiert und fällt, unter dem erhöhten Druck in der Lunge. Das Zwerchfell seinerseits drückt auf die Inhalt des Bauches und der Bauch schwellt hervor, als eine Folge der Einatmung!

So ist es beim Einatmen: Rippen gehen nach links und nach rechts, und der Bauch nach vorne.

Um richtig für das Singen zu atmen, muss man eine richtige Position des Körpers haben: einen geraden Rücken und gut gestreckte Aendenwirbelsäule, denn das Zwerchfell mit seinen fächerförmigen Muskelbündeln sich an die oberen Aendenwirbelsäulen abhackt. Die Aendenwirbelsäule ist eine Art Stütz für das Zwerchfell, wenn es kontrahiert, darum ist es wichtig, dass sie gut befestigt sind.

Die schwierigste Aufgabe in der Atmung in Singen ist eine kontrollierte und einstellbare Ausatmung, was die Zwerchfellatmung und Beherrschen des Zwerchfells sichert, denn genau das Zwerchfell hilft, den Luftstrom einzustellen und zu verteilen. Der Gesang ist Meisterschaft in Ausatmung, die nicht einmal alle Profis beherrschen.

Zum Anfang wäre es nützlich, zu lernen, die ganze Luft schon am ersten Anlauten des Satzes nicht zu verlieren, sondern sie bis zum Ende zu verteilen, langsam in einem Strom auszuatmen, was einen ebenen Ton bietet.

Kehren wir noch einmal zur Übung "Kerze" zurück, aber dieses Mal werden wir unsere Atmung mit Hand kontrollieren.

Legen Sie eine Hand auf die Rippen und die andere auf dem Bauch, nehmen Sie Luft in die Lungen, "blasen" Sie an die Kerze und "sehen" Sie mit Ihren Händen, wie das Zwerchfell sich benimmt. Fühlen Sie, dass es wie ein Kolben in einem Zylinder die Luft hält, ohne ihr die Möglichkeit zu geben, am Anfang der Ausatmung herausgeschwappt zu werden. Versuchen Sie, mit dem Magen zu helfen, das Ausatmen von Luft zu beschleunigen, zu intensivieren (die Muskeln von unterem Bauch stießen sie). Bitte beachten Sie, dass der Magen allmählich ansteigt, und die Brust nicht herunterfällt, sie bleibt ausgebreitet, indem Sie atmen. Das Zwerchfell, das mit der Einatmung aufgerichtet ist, beim Ausatmen ändert seine Form scharf nicht, und sehr, sehr langsam wieder in ihren ursprünglichen, gewölbten Zustand zurückkehrt, das ist dieser Prozess, dass dem Atem beim Singen hilft.

Im Singen soll das Volumen von der Brust (vom Brustresonator) nicht sofort fallen, das ist genau das Paradox des Ausatmens beim Singen: die Atmung ist verwendet, die Luft kommt aus und das Brustvolumen fällt nicht.

Nun wiederholen Sie das, was Sie während der "Ausblasung" gefühlt haben, mit einem Anlaut: singen Sie irgendwelchen Ton indem Sie ausatmen, dehnen Sie ihn, "folgen" Sie mit Ihren Händen den "Mechanismus" der Ausatmung. Überwachen Sie, dass beim Singen der Bauch nicht angespannt wird, nicht zuckt, nicht nach vorne geht und in keine "Wassermelone" umwandelt.

Die Bauchmuskeln und das Zwerchfell helfen, beim Singen die Ausatmung zu regulieren, und der Brustkorb (der Thorax), ohne seine Form während des Stimmklangs zu verändern, macht die Stimme mächtig und räumlich. Dies nennt man im Gesang die Stimme beim Singen mithilfe des Zwerchfells zu stützen und den Brustresonator zu benutzen.

S. Fuchito, der Akkompagnist von E.Karuzo, erzählte, dass der große Sänger seine Atmung systematisch mit speziellen Übungen trAinierte, um eine perfekte Kontrolle über die Luftverwendung zu haben. F. Aamperti empfahl jedem Sänger für Atemübungen und Kontrolle der Glätte und Effizienz der Phonationsausatmung "vor seinem Mund eine brennende Kerze stellen. Wenn die Flamme während des Singens stabil bleibt, dann wird die Atmung ganz korrekt verwendet."

Eine ähnliche Übung machte auch der berühmte russische Tenor Dmitry Smirnov. Statt einer Kerze benutzte er Straußenfedern, die beim Singen in einem Abstand von 20 cm vor dem Mund hielt.

Die Atmung unterstützt Ton, ist aber nicht mit Ton zusammen geübt, und darin gibt es keinen Widerspruch, denn das sind zwei gegenseitig vervollkommnende Prozesse. Ohne Anlaut kann man die Atmung nicht entwickeln und umgekehrt.

Übungen, die am Anfang gezeigt worden waren, sind die vorbereitenden Übungen. Sie stärken, entwickeln die Muskeln, geben eine Vorstellung über den Mechanismus der professionellen Atmung.

Teacher ME Tesseyr verglich das Ausatmen im Gesang mit einem Brunnenstrom, der aufgrund seines konstanten Drucks einen leichten Ball halten kann. Der Ball fällt nicht, weil er die ganze Zeit mit einem Wasserstrom unterstützt wird. Der Anlaut muss auch nie "fallen" ständig vom Atemstrom unterstützt. Wenn die Phrase groß ist, spitzen Sie den Bauch von unten. Diese Anstrengung gibt den Kest des Atems, und Sie können sicher den Satz zu Ende bringen.

Die Übungen für die Ausatmenverbesserung müssen sehr einfach sein und in einem ruhigen Tempo gemacht werden. Der Anlaut beim Singen muss gerade sein. In dieser Arbeit ist Selbstkontrolle mit Hören und Muskeln sehr wichtig. Helfen Sie sich mit den Händen, die Kichtigkeit der Prozesse zu kontrollieren. Wechseln Sie unsere einfachen Atemübungen mit Gesangübungen, um die Klarheit und Frische des Gefühls nicht zu verlieren. Merken Sie sich, dass "als der Studierende den Anlaut beendet, muss er die Luftüberreste nicht mit einem schnellen Absinken der Brust ausatmen oder die Entspannung im "Oberbauch"(Zwerchfell) zulassen. Das heißt, er muss die "vokale Form" seines Instrumentes (des Körpers) behalten. Zuerst ist es ziemlich schwierig, dies zu erreichen, aber das ist der eigene Weg, einen schönen Kantilenengesang zu ermöglichen". (M. Garcia)

Eine solche Kontrolle über das Behalten der "vokalen Form" und die Technik für Nachschub der verbrachten Atmung in den Pausen oder zwischen den Strophen garantieren einen reibungslosen, professionellen Ton.

Atmung bei den Anfängern ist oft schwach oder gezwungen. Eine schwache Atmung bedeutet unentwickelte Muskeln, Atemnot, schwache Ausatmung, so gibt es keinen Stütz auch im Ton. Forcierte Atmung ist mit übermäßiger Aktivierung der Atemmuskulatur verbunden, die Einatmung ist geräuschvoll, mit Überatmung, die Ausatmung hat einen zu hohen Druck. Ein paar Worte über geräuschvolle Einatmung. Dieses Geräusch kann man hören, wenn die Luft durch die schlecht auseinandergeschobene Stimmlippen (Falten) kommt. Das passiert wegen einer schwachen Erweiterung der Laryngenbahn und der Bronchen. Lärm ist nicht nur hässlich, sondern auch schlecht für die Stimmlippen und ist eine der Ursachen der Trockenheit. Um diese Einschränkung zu überwinden, muss die Aufmerksamkeit ständig auf dem Geräusch, das die Einatmung begleitet, konzentrieren. Ein gutes Gähnen und eine tiefe, ruhige Atmung hilft, eine geräuschlose Einatmung zu erreichen.

Jetzt ziehen wir einen Bilanz von all diesem.

Welche Fähigkeiten muss ein Anfänger entwickeln?

1. Stehen Sie während des Gesanges bequem auf zwei Beinen. Achten Sie unbedingt darauf, dass Sie den Körper gerade und die Schultern ausgebreitet halten, der Kopf muss in einer normalen, freien Zustand sein. Diese Bedingungen sind notwendig, um sicherzustellen, dass alle Muskeln und Muskeln des Körpers eine gleichmäßige Belastung beim Singen bekommen, was durch eine natürliche und aktive Freiheit des Körpers erreicht wird.

2. Singen Sie nie mit vollem Magen, weil er dem Zwerchfell die Freiheit und Mobilität entnimmt, "unterstützt" es von unten. Es ist notwendig, dass zwischen Lebensmitteln und Gesangsunterricht mindestens eine Stunde Pause gibt. I.P. Prjanishnikow, der Gesanglehrer, sagte, dass Singen mit einem vollen Magen kann einen "schwankenden Klang" hervorrufen.

3. Die Atmung muss nicht geräuschvoll sein, die Obertöne sind bei der Einatmung inakzeptabel.

4. Für Anfänger ist es besser, den Atem durch die Nase und den Mund zu nehmen oder durch die Nase mit offenem Mund, das macht die beste Erweiterung des Kehlkopfes möglich (die Arbeiten von Forschern A.D.Kobotnow und P.Organow haben gezeigt, dass diese Art der Atmung die Luftröhre und großen Bronchien erweitert). V.Barsowa fand, dass "eine sofortige, tiefe Atmung ist mit geschlossenem Mund nicht möglich". Außerdem ist diese Art der Atmung (durch den Mund + die Nase) weniger geräuschvoll. In den Pausen, wenn möglich, atmen Sie durch die Nase, um den Schleimhäuten, die während der Einatmung durch den Mund austrocknen, die Möglichkeit zu geben, wieder feucht zu werden.

5. Nehmen Sie ein volles Luftvolumen (in die unteren Rippen, in das Zwerchfell), aber nicht zu viel, da zu viel Atem kann zu einer Anspannung führen. Alles muss natürlich sein, nicht übermäßig.

6. Am Ende jeder musikalischen Phrase atmen Sie aktiv aus, weil das eine automatische natürliche Einatmung gibt. Von der Fähigkeit zu atmen verbringen hängt die Klangschönheit, die Vollwertigkeit des künstlerischen Ausdrucks und die Stimmausdauer ab. Seit dem Stundenbeginn erinnern Sie an zwei Regeln: nehmen Sie bei der Einatmung nicht zu viel Luft und werfen Sie die Luft ab, wenn Sie ausatmen.

7. Als der Studierende den Anlaut beendet, muss er die Luftüberreste nicht mit einem schnellen Absinken der Brust ausatmen oder die Entspannung im "Oberbauch"(Zwerchfell) zulassen. Das heißt, er muss die "vokale Form" seines Instrumentes (des Körpers) behalten, um seinem Ton die Gleichmäßigkeit und den Stütz zu sichern.

8. Achten Sie darauf, dass die Pause zwischen Einatmung und dem Tonbeginn (der Ausatmung) augenblicklich ist, aber denken Sie daran, dass diese "Verzögerung" der Atmung sehr wichtig ist:

a) sie bestimmt die Ausatmung;

b) sie hilft, sicherzustellen, dass es keine Aspiration, die die Kehle trocknet, die präzise Intonierung und den richtigen Tonangriff stört;

c) sie verhindert, dass die Luft mit dem "X" Anlaut herauskommt;

d) sie eliminiert die Atemnot zu Beginn des Satzes;

d) die momentane Verzögerung der Ausatmung ist der Punkt der Bereitschaft, der Koordinierung aller Organe, den Volumina der Lautbildung.

9. Nie üben Sie in Ihrer Singausatmung ohne Ton, sagen Sie mindestens ein Wort, singen Sie einen Ton.

10. Die Einatmung muss nicht im letzten Moment gemacht werden, sondern ein wenig früher.

11. Atmen Sie möglichst unsichtbar für die Augen und die Ohren der Zuhörer.

12. Versuchen Sie, einen langen Atem (Gesangsausatmung) zu schaffen, um die Phrasierung schöne zu machen, und mit häufigen Einatmungen nicht zu brechen. Die häufige Wiederaufnahme der Atmung führt zum Kantilenenverlust, bricht die Integrität.

13. Atem wird in den Pausen oder in den Stellen genommen, wo er entweder der Musik oder dem Text nicht wiederspricht.

14. Wir dürfen nicht vergessen, dass die Atmung auch ein Mittel des Ausdrucks ist:

a) fröhliche Musik bedeutet eine leichte, schnelle Atmung;

b) dramatische Musik - eine schwere, langsame Atmung;

c) leidenschaftliche Musik - die Atmung ist unregelmäßig und laut.

Aber in jedem Fall muss der Vortragende nicht vergessen, dass der Atem das Fundament des Singens ist, man muss nicht die Kunst des Darstellens höher stellen, als die Gesangsatmung, ihr Volumen, ihre operative Tätigkeit.

15. Es ist verboten, diese Übungen im müden Zustand zu machen, denn ein müder Atem das Zittern im Anlaut (Lamm in der Stimme) verursacht.

16. Beherrschen Sie die Kunst, jede Atempause zu nutzen, um sich zu entspannen, die Ermüdung zu verringern, die Atmung wieder aktiv und vollständig zu machen.

Als Ergebnis einer solchen harten Arbeit an dem Erstellen Ihres "Musikinstruments" (Ihres Körpers), an der komplexen Koordination von mehrerer Muskeln und psychischen Prozessen während der Tonproduktion, ein kluger, intelligenter, geduldiger, talentierter Musiker wird mit Erfolg belohnt, was ihm und dem Publikum Freude bringt.

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